Heute morgen hatte ich zum Frühstück Cornflakes mit Milch. Auf dem Weg in die Schule habe ich mir dann einmal Gedanken darüber gemacht, wem ich mein Frühstück eigentlich zu verdanken habe, bzw. wie die Milch überhaupt in die Tüte und anschliessend in meinen Kühlschrank kommt. Ehrlich gesagt, habe ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht (besonders nicht am Morgen, da bin ich schon froh, wenn ich überhaupt aus den Augen sehe, aber das ist ein anderes Thema...J) Also machte ich mich gedanklich auf die Reise der Milch.
Bis ich die Milch fix fertig aus der Tüte geniessen kann, hat sie schon einen langen weg hinter sich. Alles fängt mit einer (natürlich glücklichen, weil ja Bio ;-) ) Kuh an. Kühe geben bekanntlich Milch, dafür brauchen sie aber Futter und melken können sich auch die wenigsten Kühe selbst. Also braucht es einen Menschen. Er füttert die Kuh und melkt sie. Den Weg, den das Futter hinter sich hat, bis es bei der Kuh landet, verfolge ich jetzt einmal nicht weiter...
Die Kuh geht also in den Kuhstall zum Melken. Die Milch aller Kühe wird dann in grosse Sammeltanks geleitet. Anschliessend kommt ein LKW (wer alles bei der Erfindung des Autos beteiligt war, welche Schritte nötig sind, bis ein LKW strassentauglich ist und über den Fahrer könnte man sich natürlich auch Gedanken machen...), der die Milch abholt und zu einer Molkerei transportiert. Die Milch wird jetzt, von Menschen und Maschinen weiterverarbeitet. Jetzt kommt die Milch in die Verpackung....ui, wer wohl wieder alles hinter diesem Tetra – Pack steckt...
Die Milch ist jetzt zwar verpackt, steht aber noch nicht im Laden. Also braucht es wieder jemanden, der die verpackte Milch abholt und in die Läden bringt. In den Geschäften wird die Milch dann abgeliefert und von den Menschen, die in dem jeweiligen Geschäft arbeiten, in die Regale gefüllt.Kaufe ich dann die Milch, komme ich noch in direkten Kontakt (übrigens mein erster direkter Kontakt aus dieser Vernetzung) mit dem Angestellten an der Kasse und ich bezahle mit Geld (nein, auch den Weg des Geldes kann ich an dieser Stelle nicht weiterverfolgen, ebenso wie die elektronische Kasse im Laden, den Storm den sie braucht und so weiter)
Dass ich also meine Milch geniessen kann, habe ich vielen Menschen (Bauer, LKW – Fahrer, Arbeiter in der Milchzentrale, Arbeiter in dem Laden), Tieren (Kuh) und Erfindungen (Tetra – Pack, Melkmaschinen, Geld als Zahlungsmittel, der Kühlschrank um die Milch länger haltbar zu machen etc) zu verdanken.
Was uns also manchmal so simpel und selbstverständlich erscheint, ist in den verschiedensten Bereichen vernetzt und daher sehr komplex. Meiner Meinung nach, sollten wir uns schon ein wenig mehr Gedanken darüber machen, woher unsere Lebensmittel, Konsum- und Luxusgüter stammen und wer alles dahinter steckt, aber in einem gesunden Mass. Wir sollten einfach nicht alles für selbstverständlich nehmen, müssen dazu aber auch nicht alles bis ins kleinste Detail hinterfragen.
(P.S. an Gender – Fanatiker: Natürlich können die hier erwähnten Personen sowohl männlich als auch weiblich sein. Die männliche Form gilt also auch für die Frauen)
Sandra Baumgartner, LG05Da
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3 Kommentare:
Krass, wie alles vernetzt ist. Man könnte ein riesiges Netz auch für die Tetrapack-Herstellung, für das Bio-Label (Abgabe, Kontrolle…), für die Kuh (Züchter, Tierarzt, Lastwagenchauffeur…), für das Futter und natürlich auch die Melkmaschine herstellen (verschiedene Teilchen aus verschiedenen Fabriken, zudem mussten die dazu benutzten Metalle ja auch noch irgendwo abgebaut werden…). Nach der Melkmaschine kämen dann noch alle Politiker, die die Hände im Spiel haben, in Sachen Subventionen an die Bauern…hier eingeschlossen wären natürlich auch einige Sekretärinnen, WC-Putzerinnen, halt lauter Menschen, die alles irgendwie mit unterstützen.
Die grosse Menge an miteinbezogenen Personen ist unfassbar. Und was noch mehr beeindruckt. Dieses riesige System von Vernetzungen funktioniert sogar noch! Hätte es irgendwo ein Loch, könnte dies gravierende Folgen haben (die Kuh stirbt, die Milch fliesst zu Boden, sie bleibt im Euter drin…und…du hättest keine Milch für deine Corn Flakes!!!!
Mir wird ganz schwindelig wenn ich daran denke, was für Vorgänge benötigt werden, damit ich schlussendlich ein schönes Glas gute Milch geniessen kann. Das Nachdenken über den Weg der verschiedenen Lebensmittel wie es hier auf unseren Bloggs aufgezeigt wird, macht uns hoffentlich bewusst, dass wir unsere Nahrungsmittel und den Weg wie wir sie besorgen können, schätzen sollten!!!
Diese Vernetzungen geschehen aber nicht nur bei der Herstellung und Beschaffung von Nahrungsmitteln, in unserem ganzen Leben ist alles miteinander vernetzt. Und wie Hanswurscht so schön sagt, ein Loch irgendwo, könnte schwerwiegende Folgen haben. Wenn wir also daran denken, dass das Wohlergehen unseres Planeten mit unserem Verhalten zusammenhängt bzw. von unserem Verhalten abhängt und wir viele 1000 Jahre gut für ihn gesorgt haben aber jetzt, zu Zeiten der Klimakrise, ihm nicht mehr die nötige Sorgfalt zukommen lassen, so könnte man daraus schlussfolgern, dass wir das sogenannte "Loch" sind, welches Verantworltich ist, dass für das Wohlergehen unseres Planeten nicht mehr gesorgt ist.
Martina Giger LG 05 D
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