Der Text von Otto Herz ist interessant zu lesen. Was mir allerdings ein bisschen gefehlt hat, sind die tatsächlichen Ideen, wie man solche Projekte mit einer Klasse angehen könnte. Auch habe ich mir darüber Gedanken gemacht, welche Themen sich im Kindergarten und in der Unterstufe umsetzen lassen. Otto Herz schreibt in seinem Artikel, dass nicht jedes Thema für jedes Alter und zu jedem Zeitpunkt geeignet ist. Die Kinderagenda ermöglicht es aber, dass fast jedes Thema kindgerecht bearbeitet werden kann.
Bei der Bearbeitung der Themen geht es darum, dass bei den Kindern der Wissens-Durst und Verstehens-Hunger gestillt wird, dass Entdeckungs-Freude, Erlebnis-Lust, Ehrfurcht, Unternehmensgeist ein Verantwortungsgefühl geweckt wird. Es muss den Kindern Sachwissen vermittelt werden, wobei immer drei Fragen entscheidend sind:
- Was war und ist diesbezüglich geschehen zur gleichen Zeit in anderen Regionen
- Was werden die Folgen des Handelns und des Nicht-Handelns sein?
- Wie verträgt sich dies jeweils mit dem Anspruch der Globalen Gerechtigkeit
Herz erwähnt ganz klar in seinem Text, dass es aber nicht reicht den Kindern Sachwissen zu vermitteln. Viel wichtiger ist es zu handeln und aktiv etwas zu tun.
Einige Vorschläge und Tipps von Otto Herz, die ich mir für die Umsetzung der verschiedenen Themen aus der Agenda 21 merken werde:
- Themenkisten zusammenstellen
- Fächerübergreifend arbeiten (so wird das Thema aus unterschiedlichen
Fächerperspektiven beleuchtet)
- Projekttage zu diesen Themen organisieren
- Versammlungen mit dem ganzen Schulhaus abhalten, wobei über verschiedene
Problemstellungen fach- und sachkundig bearbeitet werden
- Das erarbeitete Wissen der Öffentlichkeit präsentieren
- Realerfahrungen ermöglichen (den Weg einer Jeans aufzeigen, Kontakt mit Kindern aus
anderen Ländern aufbauen, etc.)
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8 Kommentare:
Mir haben die konkreten Ideen für die Umsetzung im Unterricht auch gefehlt. Das einzige konkrete, das ich in meinem Unterricht brauchen kann, sind die Themenvorschläge. Doch dann fehlt wieder alles Weitere. Auch auf der Homepage (www.agenda-21.ch) finde ich keine Beispiele, sie ist relativ einseitig gestaltet. Auch in unserer Bibliothek scheint es keine weitere Literatur zu geben...
Johanna Lüthi, LG 05C/d
Auch ich habe mir überlegt, was im Schulalltag konkret gemacht werden könnte, als ich den Text las. In den Sinn gekommen sind mir verschiedene Projekte aus meiner Schulzeit. Wie z. B. Bachputzete, Sammeln von Geld für verschiedene Institutionen (Amnesty International, Greenpeace, Pro Juventute, Swiss Aid usw.), indem man z. B. Briefmarken, Schoggitaler, kleine Püppchen aus Equador verkaufte, oder auch gegen Bezahlung Autos verschiedener Leute wusch. Trotzdem wäre ich froh gewesen, wenn der Text die Beispiele konkreter ausgeführt hätte.
myfri, LGB05
Auch mir haben die konkreten Unterrichtsideen gefehlt. Die Ansätze dieses Artikels finde ich dennoch gut und haben mich zum Denken angeregt. Insgesamt finde ich es wichtig, dass man Projekttage-wochen im Unterricht einbaut. Da können die Kinder einiges, nicht nur auf Sachebene, lernen.
Mir haben die konkreten Ideen ebenfalls ein bisschen gefehlt und sowieso, fand ich den Text etwas zu kompliziert, also irgendwie nicht wirklich brauchbar. Ein guter Impuls fand ich aber, dass er vorschlägt, einen Schwerpunkt der Agenda 21 für ein Jahr zu nehmen. So wird zwar nicht all zu viel bearbeitet, dafür wird es richtig gemacht. Ausserdem arbeitet das ganze Schulhaus an einem Thema, was auch das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken kann.
Julia Steck, LG 05Cd
Ich kann mich deiner Meinung vollkommen anschliessen. Wie auch dir haben mir konkrete Ideen gefehlt. Ebenso vermisse ich auch Umsetzungsmöglichkeiten für den Kindergarten, was schade ist. Denn ich bin der Meinung, dass auch schon mit jüngeren Schüler und Schülerinnen nachhaltige Entwicklung betrieben werden sollte und muss.
Wie auch Johanna habe ich die Homepage von Agenda 21 besucht und finde sie auch eher ernüchternd...
Ich kann mich deiner Meinung und den Kommentaren nur anschliessen: Die konkreten Ideen fehlen etwas im Text von Herz. Ich schliesse mich jedoch der Meinung von Herz an, wenn er sagt, dass Sachwissen zwar wichtig ist, wichtiger ist jedoch, dass die Kinder selber aktiv sind. Besonders im Kindergarten und in der Unterstufe ist es sicher sehr wichtig, die Kinder aktiv sein zu lassen, als sie mit Sachwissen zu "bombardieren". Wenn sie selber handeln können, sehen sie die Zusammenhänge und den Sinn mehr, als wenn die Lehrperson ihnen nur darüber Vorträge hält.
Sandra Baumgartner, LG 05Da
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