Montag, 10. März 2008

4. Impuls: Artikel von Otto Herz

Die Ideen von Otto Herz zum Thema Nachhaltigkeit in Schulen finde ich sehr spannend und vielseitig. Allerdings finde ich auch, dass einige Ideen, so wie sie Otto Herz, beschreibt, sich nicht 1:1 im Kindergarten oder in der Unterstufe umsetzen lassen.
Ich persönlich finde es wichtig, dass die Kinder eine Beziehung zur Natur und zur Umwelt entwickeln. Denn die Natur achten und schützen können sie nur dann, wenn sie eine persönliche Beziehung dazu haben. Deshalb möchte ich, neben den alltäglichen Dingen, wie Abfall trennen, kein Papier verschwenden etc auch den Kindern ermöglichen, die Natur hautnah zu erleben. Beim Anlegen eines Biotops beispielsweise können die Kinder aktiv etwas für die Natur tun und sie lernen dabei auch noch einiges über die Natur. Ich finde auch, dass es gerade mit kleinen Kindern sehr wichtig ist, sich oft in der Natur aufzuhalten, beispielsweise Exkursionen an einen Fluss, in den Wald oder ähnliches. Vielen Kindern fehlen heute solche Naturerfahrungen und haben deshalb keinen Bezug zur Natur, intensive Naturerfahrungen sind jedoch wichtig für Umweltbildung. Wenn es gelingt, die Kinder für die Natur und die einheimischen Tiere zu begeistern und sie dabei selber aktiv sein können (beispielsweise Amphibien über die Strasse helfen, im Wald Müll sammeln...), dann werden sie auch mehr darauf achten und sie schützen wollen. Mit dieser Grundlage können dann auch andere Themen aus der Agenda 21 behandelt werden, aber mir ist es wichtig, dass die Kinder zuerst einmal ihre persönliche Umgebung kennen und schätzen, bevor andere Themen in Angriff genommen werden können. Mit diesen Grundlagen können dann auch Projekte durchgeführt werden, wie Otto Herz sie beschreibt (also beispielsweise Zusammenarbeit mit externen Experten, Kontakt zu Kindern aus anderen Ländern aufbauen, Öffentlichkeitsarbeit etc)

5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich teile die Meinung von Candy, denn wenn die Kinder sich mit der Natur beschäfitgen können, ist es leichter, sie darauf aufmerksam zu machen, dass es die Natur auch zu beschützen gilt. Heutzutage ist es sowieso nicht mehr selbstverständlich, dass die Kinder sich in der Natur bewegen und auskennen, da viele einfach nur vor dem Fernseher sitzen oder Computerspiele machen. Wenn man dann den Kindern beibringen soll, die Natur zu schützen, und ihnen dazu aber überhaupt das Wissen über die Natur fehlt, ist es wahrscheinlich viel schwieriger die Kinder dafür zu begeistern und ihnen den Sinn zu erklären. Deshalb sollte man in der Schule regelmässig nach draussen gehen und von der Natur lernen. So ist die Chance grösser, dass die Kinder sich nachhaltig für die Umwelt interessieren und sie auch beschützen möchten.

Barbara Siegl LG 05Gg

zacharias hat gesagt…

Ich habe mir die ähnlichen Gedanken gemacht wie du. Ich bin fest davon überzeugt, dass z.B. das Anlegen eines Biotops viele wertvolle und spannende Aspekte mit sich bringt, welche mit der Agenda 21 einfach zu verbinden sind. Dein Ansatz, die Kinder zuerst mit der nahen Mitwelt zu konfrontieren und zu begeistern, leuchtet mir sofort ein. Die Zusammenhänge innerhalb dieser Inhalte sind oft sehr komplex. Deshalb glaube ich, ist es lohnenswert, sich vom Kleinen zum Grossen durchzuarbeiten.
Bei diesen Themen der Agenda scheint des handelnde Lernen ein überaus wichtiger Bestandteil zu sein.

Marina hat gesagt…

Ich finde deine Vorschläge und Ideen, um mit den Kindern diese Themen zu bearbeiten sehr interessant. Es ist wichtig, dass die Kinder Realerfahrungen machen und selber handeln und aktiv sind. Die Ideen mit dem Biotop und den einheimischen Tieren zu helfen ist sehr gut, weil die Kinder so selber erfahren und miterleben wie schön es ist etwas gutes zu tun.

Giovanni hat gesagt…

Auch ich teile die Meinung von Candy. Den Artikel fand ich interessant. Er hat mich auch sehr zum Nachdenken angeregt. Allerdings hat er nur wenig Ideen zu diesem Thema erläutert. Ob diese in der Schule umsetzbar sind, weiss ich nicht. Sicher lassen sich Projektwochen in die Schule einbauen. Davon bin ich auch ein absoluter Fan. An meinem Praktikumsort lief gerade zur Zeit meines Diplompraktikums ein ähnliches Projekt: Peacemaker. Projektwochen bringen den Kindern sehr viel, nicht nur auf Sachebene!

Cincia hat gesagt…

Auch ich schliesse mich der Meinung von Candy an. Ich denke, dass Naturerfahrungen heute mehr den je an Wichtigkeit gewonnen haben. Die Kinder sollen den Wert der Natur erfassen, damit sie auch wissen, was es zu schützen gibt. Ich denke, mit der konkreten Umsetzung ist es nicht immer einfach. Aber besser wir versuchen in der Schule zu diesen Themen Umsetzungen zu finden, vielleicht auch erst im kleinen Rahmen, als dass wir uns gar nicht damit beschäftigen. Deine Auflistung im Blog ist bereits eine Ideensammlung dazu.