Wenn die Bälle wieder rollen!
Bald ist es soweit und die Tore fallen wieder. Während der EM steigert sich der Verkauf von Fussballen enorm. In Europa wollen die Leute billige Bälle kaufen, und das beeinflusst die Löhne der Arbeiter. Doch nun möchte auch die FIFA etwas gegen dieses Dilemma tun und fordert faire Bälle!
FIFA fordert faire Bälle
Auch Adidas lässt in Sialkot von Hand nähen, hat sich aber zu Fairness verpflichtet. Der Sportartikel-Riese ist Unterzeichner des Vertrags von Atlanta, in welchem sich 1997 die Sportwarenindustrie, Arbeiterverbände, Kinderhilfswerke und andere Nicht-Regierungsorganisationen zusammenschlossen, um Kinderarbeit aus der pakistanischen Fußball-Produktion zu verbannen. Das Abkommen wird auch vom Weltfußballverband FIFA unterstützt wird.
Das Abkommen von Atlanta hat die Ballproduktion von Privathäusern in Nähereien verlagern können, die leichter überwacht werden können. Daher ist Kinderarbeit zu einem Großteil aus diesem Bereich verschwunden. "Aber die Löhne sind immer noch nicht hoch genug, um Kindern bessere Bildungsmöglichkeiten zu eröffnen", sagte Barbara Schimmelpfennig, Sprecherin von Gepa, der größten europäischen Fair-Trade-Firma.
74 Prozent mehr Lohn
Talon beschäftigt 1500 Näher, davon 400 Frauen. Rahila zum Beispiel verdient etwa 74 Prozent mehr für einen "fairen Ball" der am weitesten verbreiteten Qualität als für einen "normalen Ball": 47 Rupien (0,65 Euro) statt 27 Rupien. Mit diesem Gehalt kann die achtfache Mutter einen beträchtlichen Unterschied für die Lebensqualität ihrer Familie machen.
Während des Vorlaufs zur EM hat Gepa ihre Kampagne "Fair Play - Fair Pay" gestartet, um die Zuschauer mehr für die Bedingungen, unter denen die Bälle produziert werden, zu sensibilisieren.
Ich persönlich unterstütze diese Kampagne sehr, denn dank diesen Leuten ,die auf fairen Handel achten, sind sich die Käufer und Käuferinnen der Menschen hinter den Bällen bewusst geworden!
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