Montag, 19. Mai 2008

Wie erging es Ihnen bei der Auswahl der mitgebrachten Gegenstände?
Die Auswahl der Gegenstände ergab sich als schwierig. Man hing an den Gegenständen und konnte sich nicht so leicht von den Gegenständen trennen, da hinter jedem Gegenstand eine Geschichte war.
Nach welchen Kriterien wählten Sie ihre Gegenstände aus?
- Kann ich es noch brauchen oder nicht?
- Will ich es noch oder nicht?
- Kann es noch jemand anders gebrauchen?
- Ist es noch funktionstüchtig?
Namen Sie sie schweren, leichten Herzens mit?
Dazu gibt es verschiedene Meinung. Die einen haben sich mit der Entscheidung abgefunden, andere haben sich schweren Herzens von ihrem Gegenstand getrennt.
Was löste es bei Ihnen aus durch die Räume zu gehen und eine grosse Anzahl Gegenstände, die eigentlich ihren Kolleg/Innen gehörten, zur freien Mitnahme vorzufinden.
Spannend, interessant die Zettel zu lesen, „Grümpel-feeling“, Neugierde (was kommt sonst noch?)
Vielleicht sind nicht alle Ihrer Gegenstände an einer anderen Person weitergegangen, was empfinden Sie dabei?
- Juhee, ich durfte es wieder nach Hause nehmen
- Gleichgültigkeit zeigen
Habe ich mehr gebracht als genommen oder umgekehrt?
- Mehr genommen als mitgebracht
Was sind Gründe?
- Weil es mir gefallen hat
- Weil ich es brauchen kann
- Weil es nicht nur herumstehen würde
Wie könnte eine solche Bring und Hol-Aktion in Ihrer Schulpraxis umgesetzt werden?
- Als Projekt: Alle Klassen bringen Gegenstände mit und schreiben ein Zettel dazu.
- Zum Voraus: Zuerst drüber diskutieren, weshalb man den Gegenstand ausgewählt hatte und weggeben möchte (in eigner Klasse)
- Dinge evt. Ordnen in Kategorien
- Weiterführende Ideen: Jeder bekommt Grundstock an Geld (Chips, Spielgeld) > eigene Gegenstände verkaufen und andere tauschen

Dienstag, 13. Mai 2008

Projekt: Kinder in Kamerun





Ursprünglich hatten wir für unseren SOL-Auftrag geplant in St. Gallen kleine, selbstbemalte Blumentöpfe mit Sonnenblumen zu verkaufen. Den Erlös wollten wir einem guten Zweck zukommen lassen. Durch einen Zufall wurden wir von der Blog-Gruppe „muphsg“ angefragt, ob wir ihr Projekt weiterführen wollen.



Das Projekt: VIELE KINDER IN KAMERUN GEHEN NICHT IN DIE SCHULE, WEIL IHRE ELTERN DAS SCHULGELD NICHT BEZAHLEN KÖNNEN. EINIGE DIESER KINDER KOMMEN IN DEN FERIEN UND AUCH AN DEN WOCHENENDEN IN DAS BENEDIKTINERKLOSTER IN BABETE, WESTKAMERUN. SIE HELFEN DEN SCHWESTERN IM GARTEN UND BEI IHREN TÄGLICHEN AUFGABEN. ALS GEGENLEISTUNG ERHALTEN SIE GELD, WELCHES SIE FÜR DIE SCHULE EINSETZEN. MIT DEM KAUF DIESER TROCKENFRÜCHTE GEBEN SIE AUTOMATISCH EINE SPENDE AN DIE SCHULKINDER IN KAMERUN UND ERMÖGLICHEN DEN KINDERN IHR SCHULGELD ZU BEZAHLEN.

Da die andere Gruppe ihre Produkte bereits eine Woche zuvor im Mariaberg verkauft hatte, beschlossen wir den Verkauf nach Rorschach in die Fussgängerzone zu verlegen. Während diesem Verkauf machten wir sehr unterschiedliche Erfahrungen mit den Passanten. Zu Beginn waren wir sehr zurück haltend und hatten Hemmungen die Leute anzusprechen. Mit dieser Taktik konnten wir kein einziges Produkt verkaufen. Die Leute kamen nicht von sich aus auf uns zu. Also mussten wir unsere Hemmungen überwinden und die Fussgänger direkt ansprechen. Auch mit hier erfuhren wir zuerst nur Abweisung und Desinteresse. Die Leute hörten uns gar nicht zu und gingen einfach weiter. Dies war eine sehr deprimierende Erfahrung. Wir gaben aber nicht auf und beschlossen die Passanten anders anzusprechen. Anstatt gleich auf das Projekt zu verweisen, stellten wir uns zuerst kurz vor (mit dem Verweis, dass wir Studentinnen von der PHSG sind). So erreichten wir, dass wir schlussendlich fast alle Produkte verkauften und dabei das Projekt mit zusätzlichen 300 Franken unterstützen konnten.



Montag, 7. April 2008

Arbeitsauftrag vom 7. April 2008

Plakat: „Was beeinflusst die Luftqualität?“ (Kindergarten)

Aus welchen Gründen haben wir uns für das Plakat entschieden?

Es betrifft unsere Stufe (Kindergarten)
Das Plakat ist interessant gestaltet
Die Idee ist originell (Punktesystem)

Analyse der Unterrichtseinheit

1. Teilkompetenzen

c.4 Sie erkennen, dass aus gleichem Wissen unterschiedliche Entscheidungen resultieren können…
c.5 Sie können die Reichweite ihres eigenen Wissens einschätzen…
d.3 Sie kennen relevante Möglichkeiten, die gesellschaftliche Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit zu steuern…
d.4 Sie können beurteilen, wo und auf welche Art und Weise sie selber einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit leisten können…
f.2 Sie können formulieren, welche Annahmen ihre persönliche Vorstellung der Zukunft der Gesellschaft prägen…
g.2 Sie sind bereit, Entscheidungen zugunsten des Gemeinwohls zu akzeptieren, auch wenn sie eigenen Interessen und Zielen zuwiderlaufen.

Allgemein würden wir sagen, dass die aufgeführten Teilkompetenzen für den Kindergarten zu komplex sind. Sie müssen herunter gebrochen werden.

2. Didaktische Prinzipien

Das didaktische Prinzip „Visionsorientierung“ wurde angewendet. Die Kindergärtnerin hat mit den Kindern diskutiert:
Was wäre, wenn jeder Mensch ein Auto hätte?
Was wäre, wenn man alle Autos abschaffen würde?
Was könnte man tun, dass weniger Menschen Auto fahren?

Die Grundfrage lautet insgesamt nicht mehr “Was haben wir gegenwärtig für Probleme und wie können wir diese lösen?“, sondern „Wie wünschen wir uns unsere Zukunft in einem bestimmten Bereich, welche Zukunft ist möglich und wie können wir die gewünschte Zukunft erreichen?“

Ein weiteres didaktisches Prinzip, das angewendet wurde, ist das „Handlungs- und Reflexionsorientierung“. Die Kinder gingen raus, um an verschiedenen Orten die Luft einzuatmen, zu vergleichen und anschliessend zu reflektieren.

Um das Interesse der Kinder zu wecken, führten sie als Vorarbeit für den BNE-Unterricht verschiedene Experimente durch. Diese Experimente regen die Kinder zum Lernen an. Somit ist auch das didaktische Prinzip „Entdeckendes Lernen“ enthalten. Der Schnüffelspaziergang als solches basiert auch auf dem Prinzip des entdeckenden Lernens. Die Kinder entdecken für sich selber, welchen Geruch sie als angenehm empfinden und welchen nicht.

Durch die Diskussion mit den Kindern über verschiedene Punkte der Luftverschmutzung hat die Kindergärtnerin auch das Prinzip „Vernetzendes Lernen“ miteinbezogen. Mit der Ausrichtung des Unterrichts an Vernetzungen werden die Handlungsfolgen und – nebenfolgen von Entscheidungen in Betracht gezogen sowie Alternativen abgewogen.

Des Weiteren wurde das didaktische Prinzip „Zugänglichkeit“ durch die verschiedenen Experimenten angewendet.

Durch das „Stinkbarometer“ wurde auch das individuelle Empfinden jedes einzelnen Kindes angesprochen. (Partizipationsorientierung)

Sonntag, 6. April 2008

Rückmeldung

Liebe Studierende der Gruppe muuphsg

Ich melde mich zum zweiten und letzten Mal bei Ihnen. Sie scheinen alle eine grosse Beziehung zur Natur zu haben, da Sie sie auch als Quelle der Freude und Energie sehen und sie oft zur Erholung aufsuchen. Das kühle Zelterlebnis scheint bei MR gewisse Eindrücke hinterlassen zu haben. Geniessen Sie/wir die wunderbaren Begegnungen draussen weiter und tragen wir alle auch Sorge zur Natur.

Der Artikel von Otto Herz findet soweit Ihre Zustimmung. Einigen fehlen konkrete Ideen, besonders für die jüngeren Kinder. Das hat Kommentare ausgelöst. Ich finde jedoch gute Vorschläge in den Beiträgen z.B. Abfall als Thema behandeln - Waldprojekte durchführen und allgemein, die Naturbeziehung vorleben. Gerade im Kindergarten lassen sich diese Vorschläge sicherlich realisieren. Es wird in den Blogs auch die Zusammenarbeit für wichtig erachtet, die eben auch Herz betont. Dazu möchte ich Sie sehr ermutigen. Im Team kann man sich die Arbeit aufteilen. Die gegenseitigen - stufenübergreifenden - Bereicherungen innerhalb eines Projektes sind meist unvergesslich. Ich wünsche Ihnen mutiges Voranschreiten auf dem Weg zur BNE und natürlich viel Erfolg.

Mit herzlichen Grüssen
E. Rufer

Freitag, 4. April 2008

Übernachtung im Zelt bei Regenwetter und Kälte

Im Vertiefungsstudium „Welt erleben und entdecken“ hatten wir Mittwoch und Donnerstag draussen im Wald verbracht. Es regnete die ganze Nacht hindurch. Zuerst dachte ich, dass ich irgendwann einschlafen werde, doch es kam ganz anders. Zu dritt verbrachten wir im Blachenzelt, das wir selbst gebaut haben. Im Zelt war es stockdunkel. Meine Kolleginnen schliefen bereits, nur ich lag noch wach. Da ich ganz am Rande des Zeltes lag und das Zelt ziemlich tief gebaut war, berührte mein Rücken (inkl. Schlafsack) die Blachen auf der Innenseite. Es fühlte sich mit der Zeit sehr kühl und feucht an, denn die Blache liess ein bisschen Regenwasser durch. Bald erhielt ich auch kalte Füsse. Lange Zeit lag ich da und horchte den leise herunterfallenden feinen Tropfen zu. Doch bald wurden die Tropfen grösser und grösser und prellten in einer Geschwindigkeit auf das Zelt herunter. Ich spürte jeden einzelnen Tropfen, bzw. jedes Hagelkorn auf meinem Rücken, da die Blache meinen Rücken noch immer berührte. Ich spürte immer mehr und mehr die Kälte, die vom Boden kam. Da realisierte ich, dass ich nicht mehr auf meiner Schlafmatte lag, sondern nur noch auf der etwas harten Isolationsmatte- meine Kollegin lag auf meiner Matte und ich wollte sie nicht wecken. Wenige Wassertropfen, die dann plötzlich auf meine Nase fielen, liessen mich zusammenschrecken. ‚Oh nein, das Zelt ist nicht dicht!‘, dachte ich mir und rückte einige Zentimeter in Richtung Füsse. Neben dem Regen, der eine leise, beinahe regelmässige Musik auf das Zeltdach klopfte, hörte ich noch etwas ganz anderes. Ein Waldkauz. Huhuuu hu, huhuhuhuuuuu…. Machte es in nicht allzu weiter Ferne. Und dann war es wieder still. Ich hörte in dieser Nacht noch dreimal diese Eule. Am nächsten Morgen fragte ich jene Schulkolleginnen, ob sie auch das Heulen gehört hätten, doch niemand scheint dies gehört zu haben.
Die Nacht im Zelt war für mich nicht so angenehm. Bisher erlebte ich das Übernachten im Zelt nie so extrem, da wir nie so kaltes Wetter hatten, doch in dieser Nacht lernte ich die Natur mit ihren Wetterphänomenen von seiner eher rauen, kalten Seite kennen. Gelernt habe ich in dieser Nacht, dass ich das nächste Mal mich wärmer anziehen muss um in der Nacht nicht vor lauter Kälte zittern zu müssen. Das nächste Mal nehme ich ganz dicke Socken mit und lege zwei warme, dem Körper eng anliegende Pullover an, um im Schlafsack nicht mehr frieren zu müssen.

Freitag, 28. März 2008

Natur erfahren

Ich bin praktisch auf dem Land aufgewachsen. Um unser Haus hat es sehr viele Wiesen und ganz in der Nähe gibt es einen Wald. Als Kind habe ich sehr viel Zeit in der Natur verbracht. Ich habe mit meinen Geschwistern und Freunden so oft es ging draussen gespielt oder ging mit meinem Vater in den Wald spazieren. Er hat mir dabei immer erklärt, wie die verschiedenen Pflanzen und Vögel heissen. Auch heute bin ich noch oft draussen, sei es einfach, um etwas abzuschalten und die Natur zu geniessen oder, um mich sportlich zu betätigen. Deshalb war dieser Auftrag auch kein „müssen“ für mich. Bei diesem Spaziergang hatte ich mir aber vorgenommen die Umwelt wieder einmal besser wahrzunehmen und mit „offenen Augen“ durch den Wald zu gehen. Meistens, wenn ich in der Natur bin, nehme ich alltägliche Dinge wie Vogelgezwitscher, das Rascheln der Bäume, etc. gar nicht mehr wahr.
Ich ging in den Wald und setzte mich auf eine Bank. Dort lauschte ich für einige Zeit einfach einmal der Natur. Ich hörte viele Dinge, die mir bisher noch nie aufgefallen sind. Zum Beispiel hört man an dieser Stelle, wenn man genau hinhört, einen Bach rauschen. Auch ist mir der Geruch der Natur aufgefallen. Ich hatte das Gefühl, dass ich den Frühling riechen konnte. Es war ein schönes Erlebnis die Natur wieder einmal so intensiv zu erleben. Wenn ich nach draussen gehe, sollte ich mir viel öfter vornehmen, die Umwelt bewusster wahrzunehmen.

Mittwoch, 26. März 2008

Mitten in der Natur

Ein kleiner Besuch im Wald…

Da ich aus einer ländlichen Gegend komme, war ich relativ schnell in der Natur. Wenige Meter hinter unserem Haus befindet sich nämlich ein Waldrand. Für den Blog – Auftrag musste ich mich nicht speziell motivieren der Natur einen Besuch zu erstatten, denn ich gehe fast täglich mit meinem Hund dorthin spazieren.
Ich geniesse jeweils die besondere Ruhe und Frische, welche der Wald für mich ausstrahlt. Die Natur bietet mir die Möglichkeit meine Gedanken baumeln zu lassen und einfach zu entspannen.
Ebenso liebe ich es die optische Veränderung des Waldes, durch die vier Jahreszeiten mitzuerleben. Im Winter den schwere Schnee, der auf den schwachen Tannenäste liegt… im Mai das Frühlingserwachen der Pflanzen… im Sommer ist er jener Ort, der dir Schatten spendet…..im Herbst das wunderschöne Farbenspiel der fallenden Blätter.
Schon als Kind ging ich oft in den Wald. Wir sammelten dort diverse Naturmaterialien, um etwas daraus zu kreieren. Oder wir gingen zum nahe gelegenen Bach, welchen wir versuchten zu stauen. Ich persönlich fand dies eine wunderbare Zeit, in jener ich meine Freizeit im Wald verbringen konnte…
nicoletta