Dienstag, 13. Mai 2008

Projekt: Kinder in Kamerun





Ursprünglich hatten wir für unseren SOL-Auftrag geplant in St. Gallen kleine, selbstbemalte Blumentöpfe mit Sonnenblumen zu verkaufen. Den Erlös wollten wir einem guten Zweck zukommen lassen. Durch einen Zufall wurden wir von der Blog-Gruppe „muphsg“ angefragt, ob wir ihr Projekt weiterführen wollen.



Das Projekt: VIELE KINDER IN KAMERUN GEHEN NICHT IN DIE SCHULE, WEIL IHRE ELTERN DAS SCHULGELD NICHT BEZAHLEN KÖNNEN. EINIGE DIESER KINDER KOMMEN IN DEN FERIEN UND AUCH AN DEN WOCHENENDEN IN DAS BENEDIKTINERKLOSTER IN BABETE, WESTKAMERUN. SIE HELFEN DEN SCHWESTERN IM GARTEN UND BEI IHREN TÄGLICHEN AUFGABEN. ALS GEGENLEISTUNG ERHALTEN SIE GELD, WELCHES SIE FÜR DIE SCHULE EINSETZEN. MIT DEM KAUF DIESER TROCKENFRÜCHTE GEBEN SIE AUTOMATISCH EINE SPENDE AN DIE SCHULKINDER IN KAMERUN UND ERMÖGLICHEN DEN KINDERN IHR SCHULGELD ZU BEZAHLEN.

Da die andere Gruppe ihre Produkte bereits eine Woche zuvor im Mariaberg verkauft hatte, beschlossen wir den Verkauf nach Rorschach in die Fussgängerzone zu verlegen. Während diesem Verkauf machten wir sehr unterschiedliche Erfahrungen mit den Passanten. Zu Beginn waren wir sehr zurück haltend und hatten Hemmungen die Leute anzusprechen. Mit dieser Taktik konnten wir kein einziges Produkt verkaufen. Die Leute kamen nicht von sich aus auf uns zu. Also mussten wir unsere Hemmungen überwinden und die Fussgänger direkt ansprechen. Auch mit hier erfuhren wir zuerst nur Abweisung und Desinteresse. Die Leute hörten uns gar nicht zu und gingen einfach weiter. Dies war eine sehr deprimierende Erfahrung. Wir gaben aber nicht auf und beschlossen die Passanten anders anzusprechen. Anstatt gleich auf das Projekt zu verweisen, stellten wir uns zuerst kurz vor (mit dem Verweis, dass wir Studentinnen von der PHSG sind). So erreichten wir, dass wir schlussendlich fast alle Produkte verkauften und dabei das Projekt mit zusätzlichen 300 Franken unterstützen konnten.



2 Kommentare:

ruf hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
ruf hat gesagt…

Liebe Bloggruppe

Sie schildern eindrücklich, wie Sie mit Ausdauer und Hartnäckigkeit letztlich Ihr Ziel erfolgreich erreichten. BRAVO. Sie haben Ihre Hemmnisse - zu Gunsten der guten Sache - überwunden und mutig den Kontakt aufgenommen, bzw. den richtigen Weg gefunden die Leute für die Spende zu überzeugen. Die Kinder werden sich freuen.

Bestehen Kontakte mit den Klosterschwestern in Kamerun? Vielleicht entstehen da noch weitere Verbindungen für spätere Schul-Projekte?

Herzliche Grüsse
ruf